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Top 10 ERP-Systeme

Inwieweit können Unternehmen bei der Suche nach einem ERP-System wirklich auf Top 10-Listen vertrauen?  

Vielen Unternehmen fällt die Suche nach einem geeigneten ERP-System nicht leicht. ZU groß und vielfältig ist der Markt, um als branchenfernes Unternehmen ohne jegliche Hilfe schnell die richtige Entscheidung treffen zu können. In diesen Fällen scheint eine schnelle Internet-Suche verlockend. Bei kurzer Suchmaschinen-Abfrage stößt man dann schnell auf Top 10-Listen der vermeintlich besten ERP-Systeme. Im Folgenden wollen wir uns einmal näher damit befassen, was die Abkürzung ERP Eigentlich bedeutet, und wie sehr Unternehmen auf der Suche nach einem (neuen) ERP-System wirklich auf diese Rankings vertrauen können. 

Die Abkürzung ERP 

Die drei Buchstaben „ERP“ sind ein Akronym für das Enterprise Resource Planning; zu Deutsch die Geschäftsressourcenplanung. Hierbei handelt es sich um die fundamentale Aufgabe eines jeden Unternehmens, die eigenen Ressourcen möglichst zielgerichtet einzubringen. Dazu bedarf es einer Vielzahl interner, Geschäftsbereich-übergreifender Prozesse. All diese lassen sich mithilfe einer ERP-Software digital abbilden. Innerhalb des Systems können die Prozesse dann sowohl verwaltet als auch optimiert und automatisiert werden. 

ERP und die digitale Transformation 

Auf diese Weise gelingt es Unternehmen, die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen wie Personal, Material, etc. so effizient wie möglich einzusetzen. Ein ERP-System leistet so einen erheblichen Beitrag, die digitale Transformation in den eigenen Betrieb tragen zu können. Sie unterstützt Unternehmen dabei, die eigenen Prozesse besser zu verstehen, Optimierungspotenziale zu erkennen und gezielt umzusetzen. 

Top 10 ERP-Systeme 

Doch wie gelingt es Unternehmen, eine geeignete Software für den eigenen Betrieb zu finden, um die Vorteile im eigenen Hause realisieren zu können? Top 10-Listen mögen verlockend sein, sind jedoch nur sehr eingeschränkt aussagekräftig. Dies hat mehrere Gründe. Einerseits sollten Betriebe, die derartige Artikel zu Rate ziehen, immer einen Blick auf die entsprechende Quelle werfen. Oftmals handelt es sich um Artikel, die bezahlte Werbung enthalten. Die Anbieter von Unternehmenssoftware entrichten in diesen Fällen ein Entgelt an den Seiten-Betreiber für eine Platzierung im Ranking. Ist dies der Fall, hat das erheblichen Einfluss auf die Aussagekraft des gesamten Artikels. Auch sollten Unternehmen darauf achten, ob klar definiert wird, nach welchen Faktoren die Systeme bzw. Anbieter eigentlich evaluiert wurden. Nur, wenn dies deutlich aus dem Bericht hervorgeht, können Unternehmen Informationen für die eigenen Zwecke aus dem Artikel extrahieren. 

Anforderungen variieren: Buchhaltung, CRM & Co. 

Zu guter Letzt sollten Unternehmen, die Top 10-Rankings nutzen, immer auch im Hinterkopf behalten, dass sich letztlich jeder Betrieb durch ein individuelles Anforderungsprofil an ein geeignetes ERP-System auszeichnet. Aus diesem Grund lässt sich nicht gänzlich pauschalisieren, über welche Eigenschaften und Funktionen ein ERP-System verfügen sollte. Während manche Betriebe ausgereiftere Funktionen im Bereich der Buchhaltung benötigen, brauchen andere Betriebe gar keine Funktionen aus diesem Bereich, da beispielsweise bereits ein gesondertes System im Einsatz ist. Stattdessen bedarf es in diesem Fall vielleicht einer Schnittstelle zur Buchhaltungssoftware, die bereits genutzt wird. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, dass für Leser ersichtlich ist, nach welchen Kriterien das Ranking erstellt wurde. Nur so lassen sich Rückschlüsse auf das eigene Unternehmen ziehen. Grundsätzlich sollten sich Unternehmen auf der Suche nach einem geeigneten ERP-System daher nicht an Online-Rankings orientieren. Sie können lediglich als eine erste Marktübersicht dienen.

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