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Was sind Dedizierte und Bare-Metal-Server?

Der folgende Text verrät, was sich hinter den beiden Servern versteckt und wie sie sich von einem virtuellen Server unterscheiden und wo man sie am besten einsetzen kann.

Was sind Dedizierte und Bare-Metal-Server?

Bei den beiden Servern handelt es sich um Cloud-Dienste. Eine Cloud ist eine physische Maschine, die nicht beim Nutzer steht, sondern beim Dienstanbieter. Das besondere bei diesen beiden Servern ist es, dass man als Kunde ein Gerät mietet, welches man sich nicht mit anderen Mietern teilen muss.

Bei herkömmlichen Clouds ist Hypervisor vorgeschaltet. Ein Hypervisor ist eine virtuelle Maschine, welche die Nutzung unterschiedlicher Betriebssysteme inklusive deren Steuerung ermöglicht. Bei den Dedizierten und bare metal servers gibt es diesen Hypervisor nicht, was dem Kunden die komplette Kontrolle über die Infrastruktur des gemieteten Servers gibt. Dadurch kann der Kunde das Betriebssystem selber auswählen und Arbeitsspitzen mit der passenden Software genau abstimmen.

 

Die Vorteile dieser beiden Servervarianten:

Der Hauptvorteil liegt in dem gerade erwähnten Zugang des Mieters zu den Hardwareressourcen. Weitere Vorteile sind:

– eine verbesserte physische Isolierung

– verbesserte Sicherheits- und Regulierungsvorteile

– komplette Kontrolle des Software-Stack

– eine konsistentere Leistung der Festplatten- und I/O

– „noisy Neighbours“ werden eliminiert, was die Servicequalität erhöht

 

Was unterscheidet Bare Metal und Dedizierte Servers?

Bisher haben wir den Eindruck erweckt, dass die beiden Server gleich sind. Der Unterschied liegt nicht in den Servern, sondern in der Art, wie der Provider sie anbietet. Früher war ein dedizierter Server mit langen Bereitstellungszeiten und mit Intervallen zur Verrechnung von Monaten oder Jahren. Oft ist es dabei zur Verwendung von veralteter Hardware gekommen.

Das Gegenteil sollte der Bare Metal werden. Hier sollte die Bereitstellungszeit nur Minuten oder höchstens Stunden betragen und die Hardware aktuell sein. Wobei der Kunde oft das letzte Wort hat bei der Zusammenstellung der Hardware, von günstigen bis zu highend Bestandteilen. Beide Arten können für passend sein. Es kommt auf die individuellen Ansprüche des Nutzers an. Es ist durchaus möglich, dass die günstigere Lösung des dedizierten Servers ausreichend ist.

 

Der virtuelle Server im Vergleich mit dem Bare-Metal und dedizierten Server:

Heutzutage bieten Cloud-Dienste mehr verfügbare Rechenoperationen, als die vergleichbaren Server. Container sind für viele Cloud-Native-Anwendungen selbstverständlich. Eine wichtige Marktnische ist das PaaaS (=Platform-as-a-Service), perfekt für Entwickler, die sich nicht mit einem Betriebssystem oder einer Laufzeitumgebung abgeben möchten. Cloud-Puristen wählen immer öfter das serverlose Computing.

Viele Nutzer der serverbasierten Variante benötigen individuelle Arbeitsplätze und entsprechende Anwendungen. Oft kommt es dann zu einer Mischung aus serverbasiert und virtuell. Für die virtuelle Variante die größere Ressourcendichte, die kurzen Zeiten bei der Bereitstellung, was dem Nutzer die Möglichkeit eröffnet, passend zu seinem Geschäft den Dienst schnell zu erweitern oder zu verkleinern. Die Serverlösung ist optimal für die Nutzer, welche eine große Verarbeitungsleistung mit dedizierten Ressourcen und konsistenteren Festplatten- und Netzwerk-I/O benötigen.

 

Für wen ist ein Server im Bare-Metal styl gut?

Da der Nutzer hier komplett die Hardwareressourcen selber steurt, eignet er sich für Workloads, wie HPCs, wenn große Datenmengen (Stichwort: Big Data) bearbeitet werden oder Hochleistungsdatenbanken, wie bei Spiele- und Finanz-Workloads laufen. Eine Mischung von beiden Systemen ist wichtig, wenn Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden müssen.